M&A-Wochenradar Deutschland, KW 31/2026: Strategen, Private Equity und Family Offices treiben den Markt
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Acht relevante Transaktionen mit Deutschland-Bezug prägten die Woche, vom Large-Cap-Übernahmeangebot bis zum Buy-and-Build im Mittelstand.
Die Schlaglichter der Woche
All for One Group SE wird von VINCI Energies übernommen: ein öffentliches Übernahmeangebot zu 67,50 Euro je Aktie, eine Prämie von rund 105 Prozent. Der SAP-Dienstleister aus Filderstadt (rund 500 Mio. Euro Umsatz, mehr als 3.000 Mitarbeitende) wird Teil der digitalen Infrastruktur-Sparte des französischen Konzerns.
Die GBA Group geht mehrheitlich an Bridgepoint, das den Hamburger Labor- und Analytik-Spezialisten von Ardian übernimmt. Die kolportierte Bewertung liegt jenseits von 1 Mrd. Euro, ein klarer Secondary-Buy-out mit Buy-and-Build-Fantasie.
Die Primed Group wechselt für rund 300 Mio. Euro von Paragon Partners zu Inflexion. Der deutsche Medtech-Spezialist für Sterilisation und medizinische Verbrauchsmaterialien ist bereits der sechste DACH-Deal des britischen Investors.
MDT technologies geht von IK Partners im Mehrheits-Buy-out an Bregal Unternehmerkapital über. Der KNX-Gebäudeautomations-Spezialist aus Engelskirchen (rund 250 Mitarbeitende) soll über die DACH-Region hinaus expandieren.
techbold wird für rund 40 Mio. Euro von accompio übernommen. Der Wiener IT- und Managed-Security-Dienstleister (rund 28 Mio. Euro Umsatz, mehr als 170 Spezialisten) ist ein Cross-Border-Add-on auf der Buy-and-Build-Plattform.
Marktdynamik
Das Bild der Woche: Strategen (VINCI, Altana, accompio) und Private Equity (Bridgepoint, Inflexion, Bregal) agierten gleichermaßen aktiv, rund die Hälfte der Deals war PE-getrieben. Schwerpunkte lagen auf IT/ERP, Gesundheit und Labor sowie Gebäude- und Klimatechnik.
Zur Einordnung der Bewertungen
Im Healthcare- und Labor-Segment liegen die Branchen-Benchmarks aktuell bei rund 8 bis 10x EV/EBITDA, in IT-Services ähnlich bei circa 8 bis 10x, in der Gebäude- und Klimatechnik (TGA) bei etwa 6 bis 7x und in der Spezialchemie bei rund 6 bis 8x (Branchen-Indikationen, DACH 2026). Nischen- und Technologieführer erreichen dabei regelmäßig das obere Ende der Spanne.
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